HNO | Hals, Nasen, Ohren | FAQS

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HNO-Praxis Krefeld
Dr. Guido Grobschmidt
Dießemer Bruch 79 | 47805 Krefeld

HNO – Hals, Nasen, Ohren – häufig gestellte Fragen:

Liebe Patientinnen und Patienten,

Die hier in den HNO FAQs vorgestellten Antworten. ersetzen in keinem Fall einen Arztkontakt. Diese dienen lediglich als Information zur Ersteinschätzung Ihrer Symptome, möglichen Therapien und Ursachen Ihrer Beschwerden.

Ihr Dr. Med Guido Grobschmidt

FAQS: HALS – häufig gestellte Fragen:

Müssen die Mandeln bei häufigen Entzündungen entfernt werden?

Dies lässt sich nicht pauschal mit ja oder nein beantworten. Grundsätzlich gilt es zunächst zu klären, ob vermehrt bakterielle Entzündungen vorlagen, die einer antibiotischen Therapie bedurften. Nicht jede Mandelentzündung (Tonsillitis) ist bakteriell bedingt, daher sollten Sie zur sicheren Diagnosestellung einen HNO-Arzt aufsuchen, der Ihnen bei Bedarf ein entsprechendes Antibiotikum rezeptieren kann. Gemäß der aktuellen Lehrmeinung kann die Mandelentfernung (Tonsillektomie) ab 6 antibiotikapflichtigen Entzündungsepisoden innerhalb von 12 Monaten als Therapiemöglichkeit angeboten werden. Ferner kann je nach Größe der Mandeln alternativ auch eine Teilresektion der Mandeln durchgeführt werden (Tonsillotomie), durch die Volumenreduktion der Mandeln kann je nach Größe auch eine vergleichbare Beschwerdefreiheit erreicht werden.

Ich bin heiser, woran kann das liegen?

Eine abklärungsbedürftige Heiserkeit (Dysphonie) liegt ab einer Dauer von 3 Wochen vor. Zu unterscheiden sind hierbei funktionelle und organische Ursachen. Als funktionelle Heiserkeit wird eine durch falschen Stimmeinsatz bedingte Heiserkeit definiert. Die funktionell bedingte Heiserkeit ist häufig in sog. „Sprechberufen“ anzutreffen so z.B. bei Lehrberufen, Hotline-Mitarbeitern oder Sängern. Neben einer Reduktion des Stimmeinsatzes ist hier häufig die Konsultation eines Logopäden (spezieller Sprech-und Stimmtherapeut) erforderlich. Die organisch bedingte Heiserkeit wird durch eine den Kehlkopf (Larynx) bzw. die im Kehlkopf befindlichen Stimmbänder betreffende Ursache definiert. Neben entzündlichen Prozessen, Verletzungen oder der selten auftretenden Stimmbandlähmung sind auch gut- oder bösartige Tumore (Karzinom=Krebs) eine häufige Ursache für eine Heiserkeit. Vor allem Raucher sollten daher bei einer länger anhaltenden Heiserkeit einen HNO-Arzt konsultieren. Mittels einer indirekten Kehlkopfspiegelung durch eine spezielle Optik können hierbei schnell und ohne Narkose der Kehlkopf und die Stimmlippen untersucht und eine entsprechende weiterführende Therapie veranlasst werden.

Ich bin Raucher, welche Folgen können im HNO-Bereich auftreten?

Da der Zigarettenrauch bei der Ein- und Ausatmung den gesamten Atemtrakt passiert, kann theoretisch jede Etage des Halses und der Mundhöhle von nachhaltigen Beschwerden betroffen sein. Im Bereich der Mundhöhle kann es zu Schädigungen der Zähne und des Zahnfleisches kommen, ebenso zu einer Schmeckstörung und einem Belag auf der Zunge. Weißliche Beläge (Leukoplakien), die sich nicht abwischen lassen, sowie schmerzhafte, nicht abheilende oder bereits übelriechende Wunden der Lippen, des Mundbodens, der Zunge, der Mandeln oder des Gaumens sind als dringend abklärungsbedürftig anzusehen. Nicht selten beklagen Patient mit entsprechenden Problemen Schmerzen beim Schlucken, blutigen Auswurf oder eine eingeschränkte Mundöffnung. Bitte kontaktieren Sie in diesen Fällen zeitnah Ihren HNO-Arzt. Im Bereich des Kehlkopfes kann es durch die chemische Reizung des Zigarettenrauchs zur Ausbildung von Ödemen der Stimmbänder kommen (sog. Reinke-Ödem). Hierbei kommt es zu einer reaktiven Wasseransammlung im Bereich der Stimmbänder, die eine raue und heisere Stimme hervorrufen. Diese Ödeme lassen sich chirurgisch leicht beseitigen, neigen bei fortgesetztem Rauchen jedoch zu häufiger Wiederkehr und sind als deutliches Warnsignal Ihres Kehlkopfes/Körpers zu werten. Karzinome des Kehlkopfes werden zumeist durch eine dauerhaft bestehende Heiserkeit auffällig. Nicht selten berichten Patienten zudem über Schluckbeschwerden bis zur Unfähigkeit der Nahrungsaufnahme, blutigen Husten (Hämoptysen, auch ein Warnzeichen bei Lungenkarzinomen!) oder eine eingeschränkte Atmung (Dypsnoe).
Neben dem Rauchen ist vor allem der parallele Alkoholmissbrauch eine wichtige Komponente bei der Entstehung von Karzinomen im Kopf-Hals-Bereich. Aber auch Viren wie das humane Papillomvirus (Subtyp 16 und 18) sind für die Entstehung von Karzinomen verantwortlich, nicht selten sind hiervon auch jüngere und nichtrauchende Patienten betroffen.

Ich habe Mundgeruch, woher kann das kommen?

Mundgeruch (foetor ex ore) kann viele Ursachen haben. Häufig liegt eine unzureichende Mund- bzw. Zahnhygiene zu Grunde bei der Infektionen der Zähne und des Zahnfleisches sowie auch Essensreste einen übelriechenden Atem bewirken können. Ebenso können entzündliche Prozesse mit Absonderung von Eiter einen stechenden und teils fauligen Atem hervorrufen so z.B. Abszesse der Mandeln aber auch Nebenhöhlenentzündungen durch Ruckfluss von eitrigem Sekret durch den Nasenrachen. Fortgeschrittene Karzinome können durch Zerfall und eine bakterielle Besiedlung ebenso einen Mundgeruch hervorrufen. Aber auch das Sodbrennen (Reflux) kann sich in fortgeschrittenen Stadien durch einen sauren Geschmack und Atem bemerkbar machen.

Ich habe Schluckbeschwerden bzw. ein Fremdkörpergefühl im Hals, ist das etwas für den HNO-Arzt?

Anhaltende Schluckbeschwerden, eine Einschränkung der Nahrungsaufnahme oder ein Fremdkörpergefühl (Globusgefühl) im Hals sind ein guter Grund den HNO-Arzt aufzusuchen. Seltener als angenommen liegt dem Fremdkörpergefühl tatsächlich ein Fremdkörper (z.B. Fischgräte, Fleischstücke, Zahnstocher, Plastikteile) zu Grunde. Zumeist handelt es sich um eine Begleiterscheinung des Sodbrennens (Reflux), da durch die aufsteigende Magensäure die Schleimhaut der Speiseröhre und des oberen Schlucktraktes gereizt wird. Wie zuvor geschildert können jedoch auch verdrängend wachsende Tumore oder im Alter auftretende knöcherne Anbauten der Halswirbelsäule (Osteophyten) ursächlich für eine Engegefühl sein. Auch eine durch die Nerven bedingte (neurogene) Schluckstörung ist als Begleitsymptom bei Parkinson oder anderen neurodegenerativen Erkrankungen möglich.

Ich habe eine Schwellung am Hals, was kann das sein?

Dies kann vielerlei Ursachen haben. Neben Schwellungen von Lymphknoten, die als Begleiterscheinung im Rahmen einer infektiösen Erkrankung auftreten können, können Lymphknoten auch im Rahmen chronisch entzündlicher Prozesse (bestimmte virale Erkrankungen) oder karzinombedingt anschwellen. Die Dauer der Schwellung, die Schmerzhaftigkeit, die Verschieblichkeit sowie die Darstellung im Ultraschall der Lymphknoten sind als Diagnosekriterien entscheidend. Ebenso kann eine antibiotische Therapie oder eine Blutabnahme mit Fokus auf bestimmte Entzündungswerte als weiterführende Diagnostik erwogen werden. Die Speicheldrüsen können im Rahmen einer akuten Entzündung (Sialadenitis) anschwellen, nicht selten tritt auf Massage hin Eiter aus dem entsprechenden Ausführungsgang im Mund aus. Aber auch Speichelsteine können der Grund für eine entsprechend schmerzhafte Schwellung sein (Sialolithiasis). Im Bereich der Speicheldrüsen können jedoch auch Tumore eine Schwellung hervorrufen. Diese sind zumeist gutartig, können jedoch auch im Verlauf von Jahren in ein Karzinom münden oder ausufernd wachsen und den Gesichtsnerv abdrücken bzw. infiltieren. Daher ist der Rat zu einer Entfernung von Speicheldrüsentumoren in jedem Fall zu beherzigen, auch wenn Sie diesbezüglich beschwerdefrei sind. Vor allem im Jugendalter zeigen sich häufig Zysten der seitlichen Halsseiten (laterale Halszyste) oder unmittelbar oberhalb des Kehlkopfes (mediane Halszyste) als Schwellungen. Dies sind zunächst harmlose flüssigkeitsgefüllte Aussackungen, die auf Grund einer Verschmelzungsstörung im Rahmen der embryonalen Genese im Mutterleib auftreten. Nicht selten können sich diese Zysten jedoch auch infizieren, sodass eine chirurgische Entlastung mit anschließender Entfernung nötig wird. Knoten der Schilddrüse sowie unklare Vergrößerungen der Schilddrüse benötigen ebenfalls eine ärztliche Abklärung. Neben einer Untersuchung mittels Ultraschall steht hierbei vor allem die hormonelle Aktivität (bestimmbar mittels Blutabnahme) der Schilddrüse im Fokus, um weitere Informationen zu erhalten.

FAQS: NASE – häufig gestellte Fragen:

Ich habe häufig Nasenbluten, was kann ich tun?

Vor allem im Kindes- und Jugendalter kommt es häufig zu kürzeren Episoden von Nasenbluten. Grund hierfür ist zumeist ein oberflächlich verlaufendes venöses Geflecht im Bereich der Nasenscheidewand (Locus Kiesselbachhi), das bereits bei leichter Manipulation bluten kann. Diese Blutungen lassen sich zu Hause mittels Kompression von außen und Kühlung des Nackens sehr gut stillen. Sollte es zu häufigeren Blutungen kommen konsultieren Sie einen HNO-Arzt. Bei akuten Blutungen, die sich nicht durch Kompression und Kühlung stillen lassen, suchen Sie die nächstgelegene HNO-Klinik auf. Im höheren Alter sind blutverdünnende Medikamente wie z.B. Marcumar, ASS oder Xarelto der führende Risikofaktor für stärkere arterielle Blutungen aus der Nase. Nicht selten wird hierbei eine Tamponade der Nase oder gar eine operative Blutstillung erforderlich, auch in diesem Fall suchen Sie bitte die nächstgelegene HNO-Klinik auf; wenn erforderlich auch mit dem Rettungswagen.

Wie kann ich meine Nase gut und richtig pflegen?

Die Nasenschleimhaut lässt sich relativ einfach pflegen. Besonders in kalten Wintermonaten setzt der Wechsel aus trockener Heizungsluft im Innenraum und kalter Außenluft der Schleimhaut und ihrer Barriere- und Filterfunktion zu. Die Schleimhaut wird trocken und gereizt. Nicht wenige Patienten greifen in diesem Fall zu abschwellenden Nasensprays oder -tropfen, hiervon möchten wir Ihnen jedoch dringend abraten. Vielmehr benötigt Ihre Nase genau wie z.B. trockene Hände einen Schutzfilm zur Befeuchtung und Regeneration. So empfehlen wir den Gebrauch von Nasenölen und Panthenol haltigen Nasensalben (in jeder Apotheke rezeptfrei erhältlich).

Wann sollte ich abschwellendes Nasenspray gebrauchen?

Im Idealfall gar nicht. Abschwellende Nasensprays oder -tropfen enthalten den Wirkstoff Xylomethazolin. Dieser wirkt ähnlich wie Adrenalin gefäßverengend und bewirkt hierdurch eine kurzzeitige Abschwellung der gereizten Nasenscheimhaut. Im Rahmen einer akuten Erkältung ist dieser Effekt gewünscht und der Einsatz weitgehend vertretbar, jedoch sollten Sie das Spray hiernach wieder absetzen. Die Nasenschleimhaut verliert durch dauerhaften Gebrauch ihre reinigende und schützende Funktion. Bei dauerhaftem Gebrauch von Nasenspray (Privinismus) gelingt eine zufriedenstellende Nasenatmung nur noch durch das wiederholte Einbringen des Sprays bei gleichzeitiger Zerstörung des Nasenmilieus. Pflegen Sie Ihre Nase wie oben angegeben lieber mit Ölen und Panthenol haltigen Salben, bei starker Sekretion nutzen Sie eine Salzwasser Nasendusche (in jeder Apotheke und/oder Drogerie erhältlich).

Wieso bekomme ich schlecht Luft durch die Nase?

Besteht die Nasenatmungsbehinderung nur saisonal oder in bestimmten räumlichen Situationen (Hausstaubmilben) oder tritt zeitgleich mit vermehrten Nießen, Sekretfluß aus der Nase oder Jucken der Augen auf, so sollte eine Allergie bedingte Ursache ausgeschlossen werden. Haben Sie hingegen dauerhaft Probleme mit der Atmung z.B. besonders durch ein Nasenloch so kann ein anatomisches Problem vorliegen. Häufig besteht in diesen Fällen eine Verkrümmung der Nasenscheidewand (Nasenseptum) zumeist parallel mit einer Vergrößerung der Nasenmuscheln. Dieses Problem werden Sie medikamentös nur bedingt lösen können, auch hier warne ich explizit vor fortwährenden Gebrauch abschwellender Nasensprays. Eine operative Begradigung der Nasenscheidewand mit zeitgleicher Verkleinerung der Nasenmuscheln stellt eine routinemäßige und häufige Operation der Hals-Nasen- und Ohren-Heilkunde dar. Dieser stationäre Eingriff wird auch durch uns durchgeführt, sprechen Sie uns diesbezüglich gerne an.

Benötigt jede Nebenhöhlenentzündung eine antibiotische Therapie?

Nein! Die Mehrzahl der Nebenhöhlenentzündungen (Sinusitiden) ist viral und bedarf somit keiner antibiotischen Therapie. Vielmehr sollte hier auf eine symptomatische Therapie vertraut werden z.B. regelmäßige Nasenduschen, Schmerzmittel und ggf. kortisonhaltige Nasensprays. Die genaue Diagnose sollte nach endoskopischer Untersuchung der Nase (Rhinoskopie) durch einen HNO-Arzt gestellt werden.

Ab wann ist eine Nebenhöhlenentzündung chronisch?

Eine chronische Nebenhöhlenentzündung liegt definitionsgemäß bei öfter als viermal pro Jahr auftretenden oder länger als 3 Monaten anhaltenden Beschwerden vor. Ursächlich kann hier eine nicht gut ausgeheilte akute Nebenhöhlenentzündung vorliegen, Probleme bei der Nasenbelüftung (verkrümmte Nasenscheidewand) oder Nasenpolypen. Generell wird die chronische Sinusitis unterteilt in die Form ohne und die Form mit Polypen. Chronische Sinusitiden betreffen zumeist die Kieferhöhlen (Sinus maxillaris) sowie die sog. Siebbeinzellen (Sinus ethmoidalis).

Was kann ich in Eigenregie zur Therapie einer Nebenhöhlenentzündung beitragen?

Viel! Durch den selbstständigen Gebrauch einer Nasendusche mit Salzwasserlösung (in jeder Apotheke und/oder Drogerie rezeptfrei erhältlich) tragen Sie erheblich zur Reinigung der Nebenhöhlen und Absonderung von aufgestautem Sekret bei. Viele Patienten nutzen zudem Inhalationen mit ätherischen Ölen oder Salbeitee zur Lösung des Sekretes. In Ergänzung zu einem kortisonhaltigen Nasenspray und ggf. bedarfsgerechten Gebrauch von Schmerzmitteln können Sie somit viel zu Ihrer eigenen Genesung beitragen. Vermeiden Sie zudem Stäube und reduzieren Sie das Rauchen auf ein Minimum; Ihre Nase wird es Ihnen danken.

FAQS: OHREN – häufig gestellte Fragen:

Ich habe häufig ein Schwindelgefühl – kann das vom Ohr kommen?

Ja, genauer gesagt vom Gleichgewichtsorgan welches unmittelbar an das Innenohr grenzt. Der Schwindel kann auch zusammen mit einer Hörminderung oder einem Tinnitus auftreten. Er kann sekunden- bis stunden- oder sogar tagelang anhalten und ist, wenn er von einer Fehlfunktion des Gleichgewichtsorgans ausgelöst wird, meist mit einer massiven Übelkeit sowie einer Gang- und Standsicherheit assoziiert. Der typische HNO-ärztliche Schwindel kann in Ruhe aber auch aus bestimmten Bewegungen heraus auftreten, zumeist beim Aufrichten oder Hinlegen im Bett ausgelöst werden, hier liegt dann der sog. „gutartige Lagerungsschwindel“ vor. Es gibt eine Vielzahl an Auslösern für Schwindelattacken, da Schwindel lediglich ein Symptom darstellt sind neben dem HNO-Arzt häufig Internisten (kreislaufbedingter Schwindel) und Neurologen (nervlich bedingter Schwindel) die diesbezüglich zumeist kontaktierten Fachgruppen.

Ich habe einen Fremdkörper im Ohr, was ist zu tun?

Unabhängig von der Art des Fremdkörpers: Wenn Sie ihn nicht mit den Fingern lösen können, belassen Sie ihn im Ohr und suchen Sie einen HNO-Arzt auf. Eine etwaige Manipulation mit Pinzetten, geknickten Büroklammern oder anderen Gegenständen birgt immer die Gefahr der Verletzung des Gehörgangs oder im schlimmsten Fall des Trommelfells. Egal ob Bügelperle, Insekt oder Wattestäbchen wir entfernen den Fremdkörper schonend und unter mikroskopischer Aufsicht.

Ich höre nach dem Duschen/Baden/Schwimmen kaum noch etwas?

Ein sehr häufiger Grund zur Vorstellung ist die plötzliche Hörminderung nach Wasserkontakt. Zumeist liegt der Hörminderung ein harmloser Ohrenschmalzpfropf (Cerumenpfropf) zu Grunde, der sich durch den Kontakt mit Wasser vollgesaugt hat und durch das Aufquellen den Gehörgang verlegt. Auch hier gilt: Bitte nicht in Eigenregie versuchen den Ohrenschmalzpfropf zu lösen, es droht eine nicht zu unterschätzende Verletzungsgefahr von Gehörgang und Trommelfell. Sollten Sie regelmäßig Probleme mit der Ohrenschmalz bedingten Verlegung Ihrer Gehörgange haben, suchen Sie uns gerne auf. Der Ohrenschmalz kann entweder unter mikroskopischer Aufsicht schonend abgesaugt oder, wenn er etwas fester ist, mittels einer kleinen Kürette vorsichtig aus Ihrem Gehörgang entfernt werden.

Ich habe ein Ohrgeräusch, was kann ich dagegen unternehmen?

Das nur vom Patienten selbst wahrgenommene Ohrgeräusch (Tinnitus) ist ein häufiger Grund für den Besuch beim HNO-Arzt. Nicht selten verschwindet das zumeist pfeifende, brummende oder piepsende Geräusch bereits nach wenigen Minuten oder Stunden von selbst, daher gilt hier zunächst einmal: Ruhe bewahren. Die Suche nach der Ursache für den Tinnitus ist zumeist sehr schwierig und in den meisten Fällen kaum möglich. Oftmals liegt dem Tinnitius eine vermehrte psychische oder körperliche Stresssituation zu Grunde. Jedoch können auch organische Ursachen einen Tinnitus auslösen. Daher ist es auch in diesem Fall gut und richtig einen HNO-Arzt auf zu suchen, der mittels Ohrmikroskopie und Hörtest eine weiterführende Therapie einleiten kann.

Ich höre zunehmend schlecht. Ist das ein Hörsturz oder eine Altersschwerhörigkeit?

Eine allmählich einsetzende Schwerhörigkeit wird häufig nicht vom Betroffenen selbst sondern von näheren Angehörigen bemerkt. Häufiges Nachfragen in Gesprächen in großer Runde oder ein zu laut eingestellter Fernseher sind nicht selten die ersten Anzeichen. Eine Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis) beginnt zumeist in den hohen Frequenzen und nimmt fortwährend zu. Eine Hörgeräteversorgung trägt neben einer optimierten Hörleistung auch dazu bei den Hörverlust etwas auszubremsen. Die heutigen Hörgeräte werden klassisch in die sog. „Hinter dem Ohr“ Geräte sowie die „Im Ohr Geräte“ unterteilt. Beiden ist eine auf Grund der technischen Entwicklung eine deutliche Besserung der Hörleistung gemein. Lediglich die Anwendung und Handhabung sind unterschiedlich, sodass das Handling des Gerätes gemeinsam mit dem Hörgeräteakustiker erlernt werden muss, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Eine akut einsetzende Hörminderung kann tatsächlich ein Hinweis auf einen Hörsturz sein, hierbei gilt: Zeit ist Gehör. Je früher Sie einen HNO-Arzt konsultieren (die ersten 72 Stunden sind wichtig!), desto besser ist die Chance bei entsprechender medikamentöser Therapie eine komplette Wiederherstellung des Hörvermögens zu erzielen. Zögern Sie daher nicht in beiden Fällen Ihren HNO-Arzt auf zu suchen.

Wie reinige ich meine Ohren richtig?

Tatsächlich sollten Sie sich die eigenständige Reinigung der Ohren auf das äußere Ohr, also die Ohrmuschel, beschränken. Sollten Sie dennoch den Wunsch haben Ihren Gehörgang selbstständig zu pflegen raten wir zum gelegentlichen Einbringen von Glycerol-Ohrentropfen (in der Apotheke erhältlich). Diese pflegen das lokale Hautmilieu der Mittelohrhaut und können zeitgleich schonend etwaige Ohrenschmalzreste lösen. Bitte reinigen Sie Ihre Ohren keinesfalls im Gehörgang mit Wattestäbchen, diese dienen lediglich der Reinigung der Ohrmuschel und haben im Ohr selbst nichts zu suchen! Häufig löst sich der Wattebausch und verlegt den Gehörgang, im schlimmsten Fall verletzten Sie mit dem Plastikstück Ihr Trommelfell. Die Reinigung des Ohres ist für einen HNO-Arzt eine Routine-Aufgabe, kommen Sie also gerne zu uns!

Mein Ohr schmerzt, hat übelriechenden Ausfluss oder juckt – was kann das sein?

Der klassische Ohrenschmerz, vor allem Kindesalter, rührt von einer Mittelohrentzündung her (Otitis media). Nicht selten kann aber auch der Gehörgang entzündet sein (Otitis externa), dies tritt häufig in der Badesaison auf und wird durch einen bestimmten Wasserkeim (Pseudomonas aeruginosa) hervorgerufen. Sollte das Ohr über mehrere Wochen hinweg übelriechendes Sekret absondern, zumeist in Kombination mit einer Hörminderung, ist dies ein Hinweis auf eine chronische Mittelohrentzündung. Diese kann entweder durch einen Defekt des Trommelfells oder eine chronische Knocheneiterung (Cholesteatom) hervorgerufen werden. In all diesen Fällen ist die Vorstellung beim HNO-Arzt wichtig, um eine entsprechende Therapie einzuleiten, da das Gehör ansonsten dauerhaft geschädigt werden kann.

FAQS: KINDER – häufig gestellte Fragen:

Mein Kind schnarcht und atmet mit offenem Mund, woher kann das kommen?

Dem typischen Bild des mit offenem Mund atmenden und nachts schnarchenden Kindes liegen zumeist Polypen im Nasenrachen (Adenoide) zu Grunde. Der Nasenrachen liegt unmittelbar am Übergang der hinteren Nasenabschnitte hin zum oberen Gaumen, also quasi oberhalb des Gaumenzäpfchens. Die gutartigen Schleimhautauswüchse (Adenoide) verlegen den Nasenrachen nicht selten so stark, dass betroffene Kinder kaum noch durch die Nase atmen können und folglich dauerhaft den Mund geöffnet haben. Dieser typische Gesichtsausdruck hat sogar einen eigenen Namen: Facies adenoidea. Nicht selten leiden Kinder parallel auch an wiederholten oder dauerhaft bestehenden Mittelohrentzündungen, da der im Nasenrachen mündende Kanal zur Belüftung des Mittelsohrs (Tuba eustachii) verlegt wird. Sollten Sie derartige Symptome bei Ihrem Kind feststellen zögern Sie also nicht Ihren HNO-Arzt auf zu suchen!

Benötigt jede Mittelohrentzündung eine antibiotische Therapie?

Die akute Mittelohrentzündung (Otitis media) entsteht häufig im Rahmen eines grippalen Infektes. In diesen Fällen sind Viren Auslöser der Erkrankung, eine antibiotische Therapie wäre hier also nicht hilfreich. In dieser Situation gilt es mittels konservativer Therapie (Schmerzmittel, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und evtl. abschwellenden Nasentropfen) und einer Kontrolle bei Ihrem HNO-Arzt den Verlauf zu begleiten. Antibiotika werden dann eingesetzt wenn das Trommelfell im Rahmen der Entzündung eingerissen ist, die Entzündung auf beide Ohren übergreift oder Kinder von unter 6 Monaten erkrankt sind.

Mein Kind hat oft Mittelohrentzündungen und hört dauerhaft schlecht, was ist zu tun?

Sollte Ihr Kind bereits mehrere Mittelohrentzündungen durchlitten haben oder die konservative medikamentöse Therapie an ihre Grenzen stoßen ist bei dauerhaft verbleibenden Paukenergüssen eine operative Eröffnung des Trommelfells (Parazentese) mit ggf. Einlage eines Paukenröhrchens die Therapie der Wahl. Vorzugsweise wird dies im beschwerdefreien Intervall durchgeführt, also dann wenn das Ohr nicht entzündet ist. Ihr Kind bedarf eines guten Gehörs, nicht zuletzt für eine adäquate Sprachentwicklung und um in der Schule folgen zu können. Routinehalber wird während der Operation auch der Nasenrachen auf Polypen hin untersucht, da diese durch ihre Größe den Belüftungskanal des Mittelohres (Tuba eustachii) verlegen und somit einen chronischen Paukenerguss unterhalten können.

ZUR PRAXIS – häufig gestellte Fragen:

Wen kann ich kontaktieren, wenn die Praxis geschlossen ist?

In lebensbedrohlichen Notfällen rufen Sie die 112 an. Bei subakuten Notfällen außerhalb der Praxissprechzeiten erreichen sie unter 116177 den ärztlichen Notdienst. Hier wird Ihnen durch eine Ersteinschätzung leichtverständlich geholfen und sofern notwendig eine Empfehlung zum Aufsuchen eines Krankenhauses oder einer Notfallpraxis in Ihrer Umgebung ausgesprochen.

Benötige ich eine hausärztliche Überweisung, um in der Praxis vorstellig werden zu können?

Nein. Während der offenen Sprechstunden und bei Vereinbarung eines Termins ist eine Überweisung Ihres Hausarztes nicht erforderlich, wenn gewünscht kann diese jedoch ausgestellt werden.

 

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